Corona und die Liebe

Gerade fange ich an, mich wieder der Liebe und meinem Liebesleben zu widmen, da überflutet ein Virus die Welt und zwingt uns, in unseren Häusern zu bleiben. Bars und Clubs sind geschlossen und bleiben es wohl auch noch eine Weile. Auf Social Media posten viele Menschen, wie sie den Tag zu Hause verbringen. Viele von ihnen werden später MeisterInnen in der Koch- und Backkunst, werden durchtrainiert sein oder haben es endlich geschafft, alle Serien aus der Netflix-Watchlist zu schauen. Paare, so vermuten die Soziologen, werden in dieser Krise entweder enger zusammenschweißen oder eine Beziehungskrise erleben. Doch was ist mit den Single-Menschen? Denen, die allein leben? Das Online-Magazin „Vice“ hat Singles interviewt. Vielen von ihnen fehlen Berührungen oder Umarmungen. Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Jetzt wo ich beruflich fast an meinem Wunschziel angelangt bin, habe ich meinen Fokus wieder mehr auf meinen Beziehungsstatus gelegt und bin auf die Suche gegangen. Die Suche nach einer festen, monogamen Beziehung. Vier Jahre Single-Dasein, davon drei auf eigenen Wunsch, waren ausreichend, um mich zu orientieren, um herauszufinden was ich eigentlich wirklich in der Liebe will. Jetzt wo ich mich gefunden und entschieden habe, sitze ich hier fest. In dieser Kleinstadt, die ich eigentlich schon vor zwei Jahren verlassen wollte. Pech gehabt.
Die Regierung hat Schulkinder dazu aufgefordert, alles über die Zeit während der Krise festzuhalten. Warum sollten wir das als Erwachsene nicht auch tun? In meiner Kolumne geht es also nicht nur darum, mein eigenes Single-Dasein, das Single-Leben anderer Menschen oder das Paarverhalten von Menschen während der „Corona-Krise“ aufzuschreiben, sondern auch einen Teil des Alltags während dieser Zeit festzuhalten.

Eure Rasende Reporterin Caro

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