Kassels kulinarische Köstlichkeiten

Fragt man die Nordhessen nach einer besonderen Spezialität aus ihrer Region, werden die meisten das Wort „Ahle Worscht“ in den Mund nehmen. Doch Kassel hat kulinarisch nicht nur die „Ahle Worscht“ zu bieten. Es gibt eine Vielfalt an Restaurants, die in Kassel ihr zu Hause gefunden haben. Für mich gibt es nichts Schöneres als das Leben mit Freunden oder der Familie bei gutem Essen zu genießen. Halt, doch! KAFFEE!!! Und zwar nach Lorelai Gilmore’s Art: „Only with my oxygen.“ Doch zuerst stelle ich euch hier mein heimliches Hobby vor: Essen! Ich schnappe mir meine Freundinnen, besuche meine persönlichen Lieblings-Restaurants aus Kassel und teile mit euch Storys, Kritiken und natürlich auch Fotos! Denn das Auge ist schließlich immer mit.

PS: Die Überschriften führen euch auf Google Maps zum jeweiligen Restaurant.

Nachbar

Die Frankfurter Straße! Laut, dreckig, voll und eigentlich nur zur Durchreise in die Innenstadt gedacht. Moment, war das schon alles? Da gibt es doch diese neuen Lokale nahe dem Weinberg? Stimmt! Eines davon ist die Nachbar. Ein kleines, mit vielen hübschen Details eingerichtetes Burger Restaurant, das grundsätzlich voll ist. Ohne Reservierung bekommt man hier keinen Tisch. Im unteren Bereich stehen kleinere Tische für 2 Personen. Eine kleine Treppe höher befinden sich ein größerer Tisch und eine Bar.

Nachbar

Die exquisite Speisekarte bietet Burger für jeden Geschmack. Mit Bacon, Zwiebelkäse oder Bohnenpüree, werden die Burger zu einem unvergleichlichen Genuss. Und für alle, die gerne etwas Neues ausprobieren, stehen an der großen Tafel neben dem Schwarz-Weiß-Gemälde aktuelle Tagesgerichte. Als ich letztens dort war, habe ich einen Burger mit Champignons probiert, der nicht auf der üblichen Speisekarte zu finden war. Wer also auf den Geschmack der neuen fabelhaften Burger Variationen gekommen ist, sollte unbedingt mal „Beim Nachbar“ vorbeischauen. Aber nicht vergessen, vorher anrufen. 😉

Nachbar

El Erni

Wer auf romantischen Vintage und etwas gehobene Küche steht, sollte unbedingt beim Spanier El Erni vorbeischauen. Liebe geht durch den Magen und das ist auch hier der Fall. Bei Kerzenschein, einem Glas Rotwein und einem guten Gericht, lässt sich die Zweisamkeit noch viel besser genießen. Im Vorderen Westen in der Parkstraße Ecke Queralle liegt das kleine Eckrestaurant, dass 1994 von Hernan Cortés gegründet wurde. Neben den romantischen, mit Kerzen beleuchteten Tischen gibt es hier auch moderne helle Tische, bei denen man mit der engsten Familie gemütlich speisen kann. Das erste Mal war ich auf einer Weihnachtsfeier dort. Wir waren zu viert und haben reichlich Vorspeisen bestellt. Antipasti, Suppe, Carpaccio, usw. Danach waren wir satt, pappsatt! Wir hätten auch bezahlen und gehen können aber die Hauptgerichte waren schon bestellt und in der Pfanne. Also ging es weiter mit Gang Nummer 2. Und weil das noch nicht genug war, bestellte ich noch einen Nachtisch. Ihr wisst ja alle, dass der Nachtisch nicht in den Magen sondern ins Herz geht. 😉

Seit dem Tag habe ich mich in den Laden verliebt. Ich hoffe ich werde ihn noch ein paar mal besuchen, bevor ich Kassel verlasse.

DenkMAHL

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Es ist April, das Wetter ist herrlich. Zeit den Grill rauszuholen und mit der besten Freundin auf dem Sonnen durchfluteten Balkon Selbstgemachtes zu genießen. Problem: der Grill steht im von Spinnen besetzten Keller. Also was machen wir? Na, klar: wir gehen Essen. Montag Abend haben einige Restaurants geschlossenen. Offen hatte das denkMAHL und Plätze sind auch frei. Na dann los gehts in ein Denkmal würdiges Lokal aus Kassel. Das in den 70er Jahren gestartete Familienunternehmen hat seinen Charme aufrechterhalten können. Die Individuelle und detailreiche Gestaltung der Lokalität zeigt die moderne Urbanisierung aber auch die Beständigkeit, die das Familienunternehmen mit sich bringt.

Auch das Essen im denkMAHL ist geprägt von modernen Trüffel-Nudeln bis hin zum traditionelleren Kalbsschnitzel mit Omas Spitzkohlsalat. Wir brauchten also ein wenig Zeit, um uns für eines der lecker klingenden Gerichte zu entscheiden. Um die Wartezeit auf den leckeren grünen Spargel und die Hänchenbruststreifen zu verkürzen, bietet die Getränkekarte eine alte HNA-Titelseite zum lesen und stöbern. Im denkMAHL sind sowohl Atmosphäre als auch Essen gut miteinander abgestimmt. Ich kann dieses Restaurant nur empfehlen!

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Duck Dich

Im Duck dich ist der Name Programm. Das Restaurant befindet sich in einem denkmalgeschützen Haus in der Willhelmshöher Allee. Weil es denkmalgeschützt ist, dürfen hier keine Öfen installiert werden. Was ist also die Alternative? Ganz klar: Vulkan Steinplatten! Auf denen werden die Gerichte dann den Gästen serviert. Während die Kellnerin uns noch die Funktion der Platten erklärt, brutzeln köstlich riechende Steaks auf den auf 380 Grad erhitzten Vulkan Steinplatten. Anschließend werden die Steaks gewendet und können je nach belieben sofort oder erst ein paar Minuten später verzehrt werden. Gleiches gilt für Fisch oder vegetarische Köstlichkeiten. Hier im Duck Dich werden die verschiedensten Fleischarten serviert. Vom Krokodilfleisch bis zum Kobe Filet ist für jeden Fleischliebhaber was dabei.

Und wer vom großen Stück Steak noch nicht satt geworden ist, kann ich sich noch einen leckeren Nachtisch bestellen. Die flambierten Himbeeren (siehe Diashow) werden ebenfalls auf einer heißen Steinplatte serviert. Die Himbeeren werden auf den zuvor karamellisierten Zucker gelegt und im Anschluss mit Himbeergeist übergossen. Das alles wird kurz flambiert und mit Vanilleeis verfeinert. Beim Essen sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass ihr mit euren Fingern nicht an die heiße Platte kommt. Es ergeht euch sonst wie mir und die heißen Himbeeren landen vom Löffel auf eure Kleidung. Autsch!

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Bon biní na Curacao!

Eine Fahrt nach Amsterdam und einen 10 Stunden Flug später waren wir in Curacao, der sogenannten „Dutch Caribbean“ (auf dt.: Karibik der Niederlanden)! Die 444 Quadratmeter große Insel gehört zu den Niederländischen Antillen. Auf der Insel wird viel Holländisch gesprochen. Die Einheimischen jedoch haben eine eigene Sprache entwickelt: Papiamento. Es ist eine Mischung aus Holländisch, Spanisch und Afrikanisch und findet ihren Ursprung im 17. Jahrhundert. Curacao war bis 1863 das Zentrum des Sklavenhandel in der Karibik. Eine Gedenktafel nahe der Flamingo Area erinnert an diese Zeit.

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Auf der sehr lang gezogenen Insel gibt es zwei Landschafts- und Klimabereiche in die es die Insel einzuteilen gilt. Zum einen gibt es die weißen Sandstrände mit dem türkisfarbenen Wasser, in dem Fische und Schildkröten sich sehr wohlfühlen. Hier scheint meistens die Sonne und es ist hin und wieder etwas windig. In der Hauptstadt Willemstad ist ebenfalls ein Klima wie dieses vorzufinden. Der zweite Bereich liegt im Nordwesten der Insel. Der Christoffel Park und sein umliegendes Gebiet strotzt nur so von feucht schwüler Hitze. Hier regnet es auch öfter Mal. Ich durfte mir von beiden Teilen des Landes einen guten Einblick verschaffen und werde euch diese nun vorstellen.

Am ersten Tag bekamen wir gleich unseren Leihwagen: Einen kleinen, etwas älteren aber gut gepflegten Van. Damit machten wir uns direkt auf die Suche nach den schönen weißen Sandstränden wie sie auf Fotos und in Prospekten zu sehen sind. Ohne Karte sollte man allerdings nicht losfahren (Google Maps ist nicht sehr hilfreich, wenn man die Namen der Strände nicht kennt). Nach ein paar Stunden und unzähligem Verfahren durch sozial schwächere Gegenden kamen wir am Santa Barbara Beach Ressort an. Für den Strand muss man 15 Dollar bezahlen, kann diese dann aber als Verzehr-Gutschein nutzen. Es hat sich wirklich gelohnt. Der Strand ist so gut wie Menschenleer. Nur ein paar aus dem Hotel sind dort anzutreffen. Der Bereich zum Schwimmen und Schnorcheln geht nicht weit raus, ist aber großflächig in die Länge gezogen. Ein Steg trennt die Badezone von dem Bereich in dem die Boote auf das offene Meer zusteuern. Im Wasser schwimmen viele kleine Fische. Sie tun einem nichts. Steht man im Wasser, schwimmen sie um einen herum. Ich hab natürlich sofort meine GoPro heraus geholt und bin schnorcheln gegangen. Es war einfach nur traumhaft!

Curacao ist eine aufregende und paradiesische Insel. Die Hauptstadt Willemstad beherbergt wunderbare im Kolonial-Stil gebaute Häuser. Viele sind sehr gut erhalten, wie zum Beispiel die Häuser neben der „Königin Emma Brücke“ (s. Foto oben). Das ist auch eines der Wahrzeichen von Curacao. Es gibt aber auch einige, baufällige Objekte. So fanden wir auf dem „Pietermaai“ zwei wunderschöne kleine Villen. Sie stehen kurz vor dem Verfall, hatten aber dennoch ihren Charme nicht verloren. Die beiden Häuser stehen unter Denkmalschutz und dürfen nicht abgerissen werden. Die Regierung hat aber nicht genügend Geld um die Häuser zu restaurieren. Kaufen möchte sie scheinbar auch niemand (ich würde es sofort machen, wenn ich genügend Geld hätte ;)). Die untere Fensterfront ist zugemauert, damit das Gebäude nicht in sich zusammen fällt. In einem der Häuser lebt ein Mann mit vielen streuenden Tieren. Die Arbeitslosigkeit hat ihn heimgesucht und so lebt er in einem dieser baufälligen Gebäude. Er versucht sich übers Wasser zu halten, in dem er kleine Dinge, wie alte Möbelstücke oder selbst gebastelte Sachen verkauft. Das Leben auf der Insel ist nicht für jeden genießbar. Wer die Insel mit all ihren Facetten kennenlernen möchte, darf solche Augenblicke nicht an sich vorbeiziehen lassen.

Die beiden Stadtteile Punda und Otrabanda der Hauptstadt Willemstad werden von einem weiteren Wahrzeichen verbunden. Der „Königin Emma Brücke“. Eine schwimmende Brücke, die auf kleinen Schiffen schwebt und Schiffe durchlassen kann. Diese Brücke ist nur zu Fuß begehbar. Wer mit dem Auto über den „Sint Anabaai“ möchte, nimmt die „Königin Juliana Brücke, eine 56 Meter hohe Autobrücke bei der man die farbenfrohe Stadt von oben betrachten kann.

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Königin Emma Brücke

 

Ein Ausflug in den Christoffel Park muss man unbedingt gemacht haben, wenn man auf Curacao ist. Wir haben die offizielle Route um den Berg genommen. Es gibt auch einen Wanderweg, in höhere Gebiete, der aber nur bis 11 Uhr morgen begehbar ist, da es sonst zu schwül ist und die Menschen umkippen könnten. Die Landschaft des Park erinnert eher an eine Wüste in Mexico als an eine karibische Insel. Es gibt verschiedene Arten von Kakteen, einige davon sind schon ausgetrocknet, und Sträucher, die nur in dem feucht warmen Klima existieren. Der Ort ist sehr ruhig, nur hin und wieder hört man das rascheln der vorbeihuschenden Salamander. Auch Leguane leben dort aber man sieht sie nur selten. Als wir dort waren, hatte ich das Gefühl in einer toten Umgebung zu sein. Die alten, braunen Kakteen und die Stille wirkten auf mich wie ein Stillleben. kaum etwas bewegt sich. Und doch ist der Ort so eindrucksvoll und prächtig, dass man dort hätte stundenlang sitzen können und einfach nur die Landschaft beobachten.

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Christoffel Park

An unserem letzten Tag auf Curacao wollten wir unseren Van nochmal so richtig dreckig machen und abseits der Wege die Landschaft erkunden. Ein Bootskapitän zeigte uns eine Offroad-Route, bei der man die rostige mit Kakteen und Felsen gefüllte Landschaft und die Brandungen am Meer beobachten konnte. Der Weg ist nicht eingezeichnet und für Touristen unauffindbar. Die Strecke ist etwas holprig und es gibt keinen Weg der einen zu einem bestimmten Ziel führt. Doch Fahrspaß hat man dort mehr als genug. Am Ende mussten wir unser Auto waschen lassen, da es ein paar Mal geregnet hatte und sich der Matsch an unser Auto geklebt hat. Wer also ein wenig Action und Erholung in einem Urlaub haben möchte, sollte Curacao unbedingt anpeilen. Der Urlaub hat sich auf jeden Fall gelohnt.