Yellowcard – ein musikalisches Highlight

Ich möchte euch heute eine Band vorstellen, die in ihrer musikalischen Zusammenstellung eher untypisch für die Alternative-Rock-Szene ist. Die Band gründete sich 1997. Die ersten Mitglieder waren damals Ben Dobson (Gesang), Todd Clary (Gesang, Gitarre), Ben Harper (Gitarre), Warren Cooke (Bass) und Longineu W. Parsons III kurz LP (Drums). Ich muss dazu sagen, dass sie damals musikalisch definitiv nicht auf ihrem Höhepunkt waren. Außerdem fehlte ihnen noch das gewisse etwas, das später (1999) durch Ryan Key (Gesang, Gitarre) und Sean Mackin (Violine) hinzugefügt wurde. 2001 brachten Yellowcard das Album „One for the Kids“ raus. Mit diesem Album haben sie auch ihren Sound gefunden. Die unvergleichlich, melodische Stimme von Ryan Key plus die von Sean Mackin leidenschaftlich gespielte Violine verbindet mit fetzigem Rock, bringt der Band nicht nur einen eigenen,neuen Stil. Sie haben damit auch gezeigt, dass es gut ist, Musikstile zu verbinden. Etwas, dass es in keiner anderen Band so außergewöhnlich wiederzufinden ist.

Mit dem Album „Ocean Avenue“ gelang ihnen der Durchbruch. Das Album wurde sogar mit Gold ausgezeichnet. Anschließend folgten die Alben „Lights & Sounds“, „Paper Walls“ und nach einer kurzen Pause „When you’re trough thinking say yes“, „Southern Air“, „Lift a Saul“ und zu guter Letzt „Yellowcard“ (die Live- und Akustik-Alben habe ich jetzt mal raus gelassen).

Oft hatte die Band ihre Wechsel gehabt. So bliebt Ben Harper zum Beispiel nur bis 2005 in der Band. Auf ihn folgte Ryan Mendez. Auch am Bass hat sich viel getan. Nach Warren Cooke, der nur bis 2002 in der Band war, hat Peter Mosley die Band bis 2007 begleitet. Danach folgte Sean O’Donnell aus der Zweit-Band „Big If“ von Ryan Key. Zum Schluss wurde Josh Portman am Bass gesehen. LP blieb bis 2014 in der Band. Mit seinem grandiosen Talent am Schlagzeug ging ein musikalischer Teil der Band verloren. Die Band hat ihren Weg mit einer großartigen „Final-World-Tour“ 2016 beendet.

Falls ihr die Band noch nicht kennt, empfehle ich euch mit dem Album „Ocean Avenue“ zu starten. Hier noch ein kleiner Input zu einigen Songs:

Als ich 2004 auf die Band aufmerksam wurde, war das Album Ocean Avenue draußen. Dies war auch das erste Album welches ich mir damals gekauft hatte. Ich könnte jetzt sagen, jeder dieser Songs ist mein Lieblingssong, aber dennoch habe ich einige Favoriten. Das Lied „Believe“ ist das 11. Lied auf dem Album. Es handelt von den Feuerwehrleuten vom 11. September, die in die Trümmer gestiegen sind um nach Überlebenden zu suchen. Der Song startet mit einem Violinen-Solo und wird dann schlagartig rockig. Im Hintergrund spricht der Bürgermeister von New York Michael Bloomberg: „Again today, wie take Ingo our hearts and minds those who perished on this site, one year ago, and also those who came to toil in the rubble to bring order out oft chaos and helo us make sense oft our despair.“ Am Ende wird er nochmal zitiert: „The World will little note nor long remeber what we say here, but it can never forget what they did here.“ Für mich ist dieser Song einer der bewegenden und politischen Songs dieses Album. Weiter geht es mit dem Song „View from Heaven“. Ryan Key verarbeitet hier den Tod seines besten Freundes, der durch einen Autounfall ums Leben kam. Das Lied ist sehr ruhig und weniger rockig im Vergleich zu den anderen Songs aus dem Album. Mit diesem Song verarbeite auch ich den Tod eines guten Freundes, daher ist dieses Lied für mich melancholisch. „Twentytrhee“ – Sean Mackin singt! Bis auf den Refrain hat Sean in diesem Lied die Vocals übernommen. Ich finde er hat eine wunderbare Stimme und dadurch bekommt der Song seine besondere Note.

Demnächst werde ich euch noch weiteren Input liefern, doch bis dahin, hört euch Yellowcard an und bildet euch eure eigene Meinung.

Viel Spaß dabei!